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Il
Sacro Monte
Der
interessanteste Ort am Lago d'Orta ist Orta (1.400 Einw.) mit seinem Sacro
Monte und der Insel San Giulio. Orta liegt auf einer lang gestreckten
Halbinsel, die weit in den See hineinreicht. Unmittelbar davor liegt die
Insel San Giulio.
Der Ort ist autofrei, die Besucher müssen außerhalb auf grossen
Parkplätzen parken. Von dort geht man hinunter und über
Kieselsteinpflaster durch enge Gässchen mit hohen barocken Häusern mit oft
sehr schönen Innenhöfen und Säulengängen.
Beherrscht wird die Inselsilhouette von dem ehemaligen Bischofspalast, der
heute als Priesterseminar dient. Die Basilica di San Giulio soll auf den
Griechen Julius zurückgehen, der die Insel im 4. Jahrhundert von Drachen
und Schlangen befreit haben soll. In der Krypta ruht Julius mit einer
Goldmaske in einem gläsernen Sarg.
Die Kirche ist in ihrer heutigen Form eine romanische Basilika mit recht
üppiger barocker Ausstattung.
Der Sacro
Monte (Heiliger Berg) von Orta ist ein bedeutendes Zeugnis des lokalen
Kunstschaffens. Der Bau der Kapellen und des
Klosters begann 1590/91 in Anwesenheit des Fürstbischofs von Novara und
bis zum späten 17. Jahrhundert war der Bau nahezu sämtlicher Kapellen
fertiggestellt. Insgesamt besteht der Sacro Monte aus 20 Kapellen, hinzu
kommt das ebenfalls zum Ende des 16. Jahrhunderts erstellte
Kapuzinerkloster und die zeitgleich umgebaute Nikolauskirche. Im ganzen
atmet der Sacro Monte Renaissancecharakter, auch wenn einzelne Kapellen
eher zurückhaltend Formen des Barock übernehmen. Der Sacro Monte ist reich
an beeindruckenden Skulpturen und einer beachtenswerten Freskenmalerei,
die sich stark an franziskanischen Themen orientieren.
Der
Zauber des Sacro Monte geht auch von der Natur aus, die Kapellen fügen
sich harmonisch in den umgebenden Wald ein und an mehreren Stellen gibt es
Aussichtspunkte von einmaliger Schönheit über den See und die vorgelagerte
Insel San Giulio.
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Fotos
by HK
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